Kurze Zeitreise

Es ist Sommer 2015. Das Wetter in Deutschland ist phantastisch (ÜBERRASCHUNG!) und die Menschen sind dementsprechend gut gelaunt. Also stimmt hier irgendetwas nicht! Was kann man also tun? Erstmal dem Ganzen entfliehen und Gras drüber wachsen lassen. Aber wohin fliegt man im Sommer, um den Massen für ein paar Wochen zu entfliehen, die sich auf einmal draußen herumtreiben und das schöne Wetter genießen? Was klingt so absurd, dass es eigentlich schon wieder gut ist? In der Logik des Wahnsinns kam demzufolge nur ein Ziel in Frage: Die Vereinigten Arabischen Emirate. Oder Präziser: Dubai und Abu Dhabi.

Warum macht man das?

Ein kurzer Blick auf die Klimatabelle verspricht Temperaturen von bis zu 42 Grad am Tag und nachts „kühlt“ es dann auf nahezu eisige 30 Grad ab. Regentage? Wunderbare Fehlanzeige. Das sollte reichen, um am Strand oder am Pool rumliegen zu können. Das absolute Totschlagargument war jedoch, dass zu jener Reisezeit (Juli) der Ramadan in der muslimischen Welt gefeiert wurde. Wie die Meisten vielleicht wissen, ist es Moslems während des Ramadan beispielsweise untersagt, tagsüber zu essen und zu trinken. Und genau hier hört dann auch der Spaß am Urlaub für viele Touristen auf, denn die Regeln gelten natürlich auch für Besucher aus anderen Ländern und mit anderen religiösen Hintergründen, wenn auch teilweise in reduziertem Umfang. Öffentliches Essen und Trinken ist auch für Touristen verboten und Restaurants sowie Imbisse aller Art haben bis nach Sonnenuntergang geschlossen. Lediglich Supermärkte haben geöffnet, aber auch dort wird das Essen umissverständlich eingepackt. In den meisten Hotels gibt es die Möglichkeit, in gesonderten Bereichen bzw. auch über den Zimmerservice tagsüber zu essen. Und da man das Hotelgelände als Privatgrundstück versteht, ist auch das Trinken stets erlaubt. Aber für die meisten Touristen lassen sich „Urlaub“ und „Verzicht“ oder „Einschränkung“ in dieser Form nicht unter einen Hut bringen, was sicherlich normal ist und ich durchaus nachvollziehen kann. Ich persönlich finde jedoch, dass „normal“ auf Dauer gefährlich langweilig werden kann.

Entspannter Auftakt im Park Hyatt Dubai

Von Düsseldorf ging es via München zunächst nach Dubai. Mit Emirates bin ich bereits 2013 nach Dubai geflogen und mit Etihad hatte ich 2014 das Vergnügen auf dem Weg nach Abu Dhabi. Die Route über München lässt erahnen, wer diesmal am Zug war: Die lustige Lufthansa. Der Flug maximal zu einem Drittel ausgelastet, so dass jeder Passagier eine komplette Sitzreihe zur freien Verfügung hatte. Erstaunlich konstant: Die unmotivierten Mädels der Lufthansa. Nach gut 6 Stunden im Flieger und einem erstaunlich schönen Sonnenaufgang über dem Irak ging es nach der Landung und der anschließenden Passkontrolle in Richtung Taxistand. Hier wird man durch einen Einweiser schnell und effizient dem nächsten Taxi zugewiesen, ohne überhaupt ein Wort von dem verstanden zu haben, was dieser von einem will. Wie schön! An dieser Stelle verlässt man übrigens auch das erste Mal den Flughafen und kommt mit der Sommerhitze in Kontakt. 6:30 Uhr morgens: Entspannte 33 Grad erschlagen einen fast. Es könnte aber auch wesentlich schlimmer sein (34 Grad zum Beispiel).

Wer andere Menschen gerne lachen sieht, der sagt am besten dem Taxifahrer in Dubai die genaue Adresse, zu der man gerne gefahren werden möchte. Im Rückspiegel kann man . Viel einfacher ist es, wenn man nur den Namen seines Hotels nennt oder irgendwelche bekannten Sehenswürdigkeiten und schon sollte alles klar sein. Also ging es erstmal ins Hotel, um hoffentlich schon ein Zimmer zu bekommen und um das Gepäck loszuwerden. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch ein Diamond-Mitglied bei Hyatt war und das Jahr zuvor schon großen Gefallen an dem Hotel gefunden habe, fiel meine Wahl auf das Park Hyatt Dubai, das ich mittels Bestpreis-Garantie nochmal um einiges günstiger buchen konnte.

Gute 7 Stunden vor der eigentlichen Check-In-Zeit war das Zimmer zwar noch nicht bezugsfertig, aber im hauseigenen Café Arabesque gab es zur Überbrückung der Wartezeit kostenlose Getränke, was standesgemäß in ein Espresso-Kampftrinken ausartete. Die Ankunft im Hotel ist übrigens ganz großes Kino, denn hier wird Service nochmal in einer ganz anderen Liga zelebriert: Zur Begrüßung der Gäste stehen 5-6 Pagen und andere Angestellte parat, die die aberwitzigsten Aufgaben erfüllen: Der Erste macht nur die Fahrzeugtüren auf, der Zweite nimmt das Handgepäck, der Dritte und Vierte kümmern sich um das eigentliche Gepäck, der Fünfte öffnet die Eingangstür zum Hotel und der Sechste heißt die Gäste willkommen und begleitet diese zur Rezeption. Würden diese Angestellten nicht für einen pervers niedrigen Lohn arbeiten, wäre das auch eine super Sache.

Im Anschluss an den Check-In hier kann man sich von einem Pagen den Weg zum Zimmer zeigen lassen. Im Jahr zuvor habe ich es abgelehnt und mich daraufhin grandios verlaufen. Und dieses Mal? Geschafft! Zeit für eine kurze Erholungspause und ein Date mit der Klimaanlage bevor es mit dem scheinbar einzigen Uber-Fahrer in Dubai in Richtung Innenstadt geht.

Park Hyatt Dubai
Park Hyatt Dubai
Park Hyatt Dubai
Park Hyatt Dubai
Park Hyatt Dubai
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2 Gedanken zu “Dubai und Abu Dhabi

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