Da bin ich auch schon wieder! Okay zugegeben, seit dem ersten Eintrag ist ein wenig Zeit vergangen. Aber immerhin habe ich jetzt Material, was ich an den Mann/die Frau und die verhaltensauffälligen Kinder bringen kann. Und bei dem hässlichen Wetter hier neigt man sowieso dazu, lieber Zeit vor dem Computer zu verbringen. Home sweet Computer!

Nach einer gefühlten Ewigkeit in der Tube auf dem Weg von London Heathrow nach Earl’s Court, ging es erstmal kurz ins Hotel. Das Hotel Indigo London Kensington liegt (Achtung: Es folgt ein Feuerwerk der Überraschungen) im Stadtteil Kensington und ist keine 5 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Earl’s Court entfernt. Praktischerweise hatte ich durch frühere Aufenthalte in anderen Hotels noch genügend Punkte auf meinem IHG Rewards Club-Konto rumfliegen, so dass die Nacht nicht 200 Pfund gekostet hat, sondern „umsonst“ war. „Umsonst“ ist in diesem und in vielen weiteren Fällen natürlich relativ. Der ein oder andere bezahlte Aufenthalt ist schon nötig, um eine Freinacht mit Punkten zu erreichen. Und es ist nicht so, dass die Kundenbindungsprogramme der jeweiligen Hotelketten mit Punkten um sich schmeißen. Wenn man jedoch mit der Zeit einen bestimmten Status erreicht und dann noch an Promotions teilnehmen kann, um mehr Punkte pro Aufenthalt zu generieren, dann wird es lukrativ! Dazu aber in einem gesonderten Post mehr.

Ich bin ja durchaus gerne in Hotels unterwegs und gucke mir meist alles genauer an. Diesmal blieb dafür leider keine Zeit, weil es direkt nach der Ankunft zum Borough Market ging (Stichwort: Hunger). Und da es am Freitagmorgen zu einer Unzeit nach Newcastle gehen sollte, und die Rückkehr nach London erst für Samstagabend angesetzt war, „musste“ es unbedingt heute noch der Bauernmarkt südlich der Themse sein, denn dieser ist sonntags herzlich geschlossen. Und auch diesmal war ich vor mir selber nicht sicher. Eine allzu clevere Entscheidung sollte der Besuch nicht werden, wie sich später herausstellte. Hier werden nämlich nicht nur die von den Bauern produzierten Waren verkauft, sondern es wird auch live mit frischen Zutaten gekocht. Hier mal ein kleiner Eindruck:

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Schon beim letzten Mal an Silvester musste ich unbedingt ein paar Sachen probieren, hab dann aber leider nach den Austern fast den großen Würfelhusten bekommen, obwohl ich eigentlich alles esse. Na gut, ich probiere alles. Aber dass der menschliche Körper nicht dafür gemacht ist, alles bei sich zu behalten, was die Natur so hergibt, ist doch bei den meisten Menschen so. An dieser Stelle möchte ich auch meinen guten Freund Sauerkraut grüßen. Du Drecksack.

Was an jenem Tag nicht ganz unwichtig bzw. das Problem war: Im Anschluss an den Markt gab es ja diesen ominösen weiteren Termin zum Essen. Klar hatte ich jetzt schon Hunger. Und die Portionen beim High Tea sahen auf den Bildern im Internet niedlich aus. „Ob man da auch satt wird?“ muss ich mich von Angst getrieben gefragt haben. Nun gut, dann hören wir halt auf den Hunger. Das Blöde ist nur: Hunger haben und zur gleichen Zeit irgendwie halbwegs vernünftige Gedanken produzieren, hat bei mir leider keine gemeinsame Basis. Also habe ich mich für dieses Früchtchen aus der Abteilung Fingerfood entschieden:

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Meine Hände sind jetzt nicht wirklich klein und filigran und da lässt sich vielleicht ein wenig auf die Größe dieses Sandwiches schließen. Hierbei handelt es sich um trockengereifte Rinderbrust, die stundenlang gegart wird, um dann hinterher zu einem Pulled Beef Sandwich verarbeitet zu werden. Das Aufessen war sicherlich kein Problem, da das Fleisch wunderbar zart war und ich mich somit noch weniger als sonst mit kauen aufhalten musste. Aber dass so ein Apparat bis zum nächsten Termin inklusive Essen verdaut ist, war dann wohl doch ein wenig optimistisch von mir gedacht. Zeit bis zum High Tea? 1 Stunde. Plus minus. Ich Depp.

Beim nächsten Post geht es dann ans Eingemachte. Zumindest jetzt im Nachhinein kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Aber nach dem High Tea hätte man mir keine Fragen zu Essen jeglicher Art stellen dürfen, da ich sonst sicherlich 17 Schlaganfälle auf einmal bekommen hätte. Mit Recht.

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